© Copyright AK 2012 Griechenland Erika und Albert Kollmann Unsere private Homepage Die unbeliebte Königin Friederike - Onassis zu Besuch in Tatoï Friederike von Hannover Königin von Griechenland  Friederike von Hannover wurde als einzige Tochter von Herzog Ernst August von  Braunschweig (1887-1953) und dessen Gemahlin Viktoria Luise (1892-1980), der Tochter  Kaiser Wilhelms II., geboren. Im Jahre 1938 heiratete sie Prinz Paul von Griechenland,  später König Paul I. (1947), der Sohn von König Konstantin I. von Griechenland und  Prinzessin Sophie von Preußen, der Schwester Kaiser Wilhelms II., war. Friederike  heiratete also den Cousin ihrer Mutter.  Dieser Ehe entstammen drei Kinder:  Sophia (* 2. November 1938), die spätere Königin von Spanien,   Konstantin (* 2. Juni 1940), der spätere König Konstantin II   Irene (* 11. Mai 1942), Prinzessin von Griechenland.   Anfangs wegen ihrer früheren Mitgliedschaft im Bund Deutscher Mädel im Zwielicht, konnte  sie sich durch ihr Eintreten für die griechischen Interessen während des Krieges und den  Aufbau eines Sozialwerkes (Gründung von Schwestern-Ausbildungsstätten,  Kinderheimen, Landwirtschaftsschulen) durchaus Anerkennung erwerben. Nach dem  Eindruck der griechischen Öf-fentlichkeit nahm sie jedoch sowohl als Königin als auch  später - nach dem Tod ihres Mannes König Paul 1964 - als Königinmutter hinter den  Kulissen zu viel Einfluss auf die griechische Politik.  Mit allerlei Marotten verspielte sie ihr Ansehen: Sie hatte eine pantheistische Weltanschauung, vermischt mit spiritistischen und  vegetarischen Vor-stellungen, eine Philosophie, die sie gerne mit Laughlin Campbell, einem CIA-Mann, diskutierte. Von ihrem  Geiz und ihrer Habgier erzählt man sich so manche Story: z.B. wurden bestellte Waren nicht bezahlt mit dem Hinweis darauf,  dass das Privileg des Hoflieferanten bereits ein ausreichender Lohn sei. Die königliche Familie kaufte sich Autos, steuerfrei  versteht sich, fuhr damit für ein zwei Monate herum und verkaufte sie als ehemalige Königsautos zu überhöhten Preisen.  Um königliche Freigebigkeit an den Tag legen zu können und die königliche Familie beliebter zu machen, soll die Königin  Steuergelder beansprucht haben, ohne dem Parlament Rechenschaft schuldig zu sein. Angeblich erhielt sie eine Million US-  Dollars von dem Graeco-Amerikaner und CIA-Mann Tom Pappas für die Erlaubnis zur Errichtung einer Raffinerie. Anlässlich der  Hochzeit ihrer Tochter Sophia mit Juan Carlos 1962 verlangte und erhielt sie eine Mitgift von 300.000 Dollar vom Staat.   Aristoteles Onassis war mehrmals bei Königs in Tatoï zu Besuch. Als sich 1964 die Hochzeit von Konstantin mit Anna-Maria  anbahnte, war Onassis bereit, die Krone für die Braut zu bezahlen. Er brachte zwei Kronen zur Auswahl mit nach Tatoï, aber  Friederike sagte kurz entschlossen: "Ich will alle zwei".  Auch beim ungeklärten Tod (Unfall oder politischer Mord?) des linken Abgeordneten Lambrakis  soll Friederike die Hände im  Spiel gehabt haben. Als ihr Mann, König Paul starb, erzählte Friederike jedermann, dass sie von Paul aus dem Jenseits ihre  Instruktionen bekäme, wie das Land zu regieren sei. Bei der Beerdigung in Tatoï verkündete sie plötzlich laut, dass sie an der  Beerdigung nicht teilnehmen könne, weil Paul ihr vergangene Nacht gesagt habe, sie habe nun an seiner Stelle zu handeln. Sie  verließ die Trauergemein-de, zog sich zurück und verkündete  nach längerer Pause, dass König Paul ihr eben gesagt habe,  dass nun ihr Sohn Konstantin, der neue König , auf ihre Anweisungen zu hören habe.  Quelle:  Tomkinson, John L.: Attica - Greece beyond the guidebooks, Anagnosis, Athen 2002  Königin Friederike von Griechenland